Aquajogging – das Alternativtraining

Lieb’s oder hass es – eins ist klar, es ist effektiv

Die meisten klappen vermutlich schon allein bei dem Wort Aquajogging die Ohren zu und stempeln das ganze als „langweiligen und uneffektiven Fitness-Trend“ ab.

„Wieder ein paar mehr, die den Schwimmern die Bahn ‚verstopfen‘.“

Wir können aus eigener Erfahrung sagen: Langweilig, ja. Uneffektiv, definitiv nicht. 

Warum Aquajogging?

Wir beide kommen regelmäßig in den Genuss des Aquajoggings und ziehen im Schwimmbad (im Schneckentempo) unsere Bahnen. Während Julia damit Ihre Laufeinheiten ergänzt, durfte ich, Michel, bereits nach der ein oder anderen Verletzung mit anschließender Laufpause, den Gürtel anlegen.

Viele Leistungssportler aus den verschiedensten Bereichen nutzen diese Trainingsmöglichkeit. Zum einen, um nach Verletzungen ohne Belastung auf Knochen & Gelenke wieder ins Training einsteigen zu können und zum anderen um den Trainingsplan zu vervollständigen.

Es gibt Triathleten & Läufer, die sehr verletzungsanfällig sind und sich häufig mit kleineren „Wehwehchen“ herumärgern müssen. Für diese Athleten ist es die perfekte Alternative zum Laufen. Der Bewegungsablauf ist hier der Laufbewegung sehr ähnlich. Allerdings arbeitet man nicht gegen die Schwerkraft, sondern gegen den Wasserwiderstand.

..also warum jetzt genau?

weil…

  • … man größere Trainingsumfänge realisieren kann, ohne dass der Bewegungsapparat dadurch stärker belastet wird.
  • … kein Impact auf Sehnen, Bänder & Gelenke wirkt (Verletzungsgefahr somit eigentlich ausgeschlossen)
  • … man nach Verletzungen wieder schneller zum ‚Lauftraining‘ zurückkehren kann
  • … es die Regeneration unterstützt
  • … gemeinsames Training verschiedener Leistungsklassen möglich ist
Aquajogging
Die Technik

Die Technik ist für den Einsteiger einfach zu lernen. Es geht im Grunde erst einmal darum, die normale Laufbewegung im Wasser umzusetzen.

Um etwas Abwechslung ins Training zu bringen, kannst du im Wasser sehr gut mit der Frequenz spielen. Mithilfe des Kniehebelaufs kannst du z.B. die Frequenz schnell erhöhen. Wohingegen ein raumgreifender Schritt deutlich mehr das Abdruckverhalten vom Boden imitiert.

Versuche folgenden Fehler zu vermeiden

Man darf nicht denken, dass man genauso schnell vorankommt, wie an Land. Ganz im Gegenteil. Beim Aquajoggen bewegst du dich fast auf der Stelle. Du kommst kaum vorwärts und bist höchstwahrscheinlich die/der Langsamste im Becken. 😀

Der Ansatz, schnellstmöglich voran zu kommen, ist hier also eher fehl am Platz.

Welche Trainingsmöglichkeiten gibt es?

Beispiele:

  • Dauerlauf (gleichmäßiger Pulsbereich)
  • Intervalltraining – hier kannst du deine normalen Tempoeinheiten an Land auch ins Wasser übertragen. z.B. 10 x 400m = 10 x 1:30 min Belastung im Wasser
  • Regeneration (niedriger Pulsbereich)
  • Alternative (Abwechslungsreich): kurzes Aufwärmen / 5x 4 Min „schnell“ + 100m Kraul / kurzes Auslaufen

Achtung: Falls du eine Uhr mit Herzfrequenzmessung zur Trainingssteuerung benutzt, sollte dir bewusst sein, dass deine Herzfrequenz beim Aquajoggen in der Regel 8-15 Schläge niedriger ist – bei gleicher Belastung an Land.

Was benötige ich zum Aquajogging?

Du benötigst lediglich einen Aquajogging-Gürtel. Den findest du im Sportgeschäft deines Vertrauens, oder bei einem Onlinehändler. Kostenpunkt ca. 30 €.

Zur Trainingssteuerung ist es sinnvoll eine Uhr mit Brustgurt (Herzfrequenz) zu nutzen. Damit kannst du die Belastung viel besser steuern. (Grundlage/Intervalle/Regeneration)

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine verletzungsfreie Vorbereitung! 🙂

Michel

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